Acceleration / Verschnellerung

Es gibt Abkürzungen zum Behandlungsziel

Üblicherweise basieren kieferorthopädische Behandlungen darauf, die Zähne durch permanenten leichten Druck in eine Richtung zu bewegen. Das geht naturgemäß langsam vonstatten, da sich das Knochengewebe im Kiefer entsprechend umbilden – also ab- und neu aufbauen – muss. Lange Zeit ging man davon aus, dass auch in der Kieferorthopädie die Volksweisheit „Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht“ gilt.

Die moderne Wissenschaft hat jedoch durchaus effektive Verfahren hervorgebracht, mit denen sich der Weg zum Behandlungsziel abkürzen lässt. Nachfolgen ein Überblick der erfolgreichsten Methoden zur Verschnellerung der kieferorthopädischen Behandlung:

AcceleDent Aura

Das AcceleDent-Aura-Gerät macht sich die Wirkung von Vibration zunutze. Diese führt zu einer stärkeren Durchblutung des Knochengewebes, wodurch schneller Zellen neugebildet und abgebaut werden, was wiederum die Kiefer-Umformung beschleunigt. Zu diesem Zweck nehmen die Patienten lediglich jeden Tag für 10-20 Minuten eine mit dem Gerät verbundene Schiene in den Mund, die geringfügige Mikroimpulse abgibt. Das risikolose Verfahren kann die Behandlungszeit um maximal die Hälfte verkürzen. Zudem wird die eigentliche Therapie, also das Tragen von Brackets, einer Zahnspange oder Schiene, als angenehmer empfunden.

OrthoPulse

Den gleichen Effekt wie AcceleDent Aura, nämlich eine beschleunigte Knochen-Umbildung, erzielt auch OrthoPulse. Statt mit Vibration arbeitet das System jedoch mit Infrarotlicht niedriger Intensität. Mit nur zehn Minuten Anwendungszeit pro Tag lassen sich die Bewegungen, die eine Alignerschiene oder Brackets in Gang setzen, deutlich vorantreiben. Die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit der Methode wurde in einer Vielzahl von Studien belegt. OrthoPulse kann an jedem Ort von den Patienten selbst bequem eingesetzt werden.

Micro-Osteoperforationen (MOPs)

Bei Micro-Osteoperforationen (MOPs) handelt es sich um ein gering invasives Verfahren, das unter örtlicher Betäubung durchgeführt wird und sich insbesondere empfiehlt, wenn größere Zahnbewegungen angestrebt werden. Der behandelnde Zahnarzt bohrt dabei winzige Löcher in den Knochen, wodurch der Knochenumbau wesentlich beschleunigt wird. Die Behandlungsdauer kann damit um mehr als die Hälfte verkürzt werden. Eine Wiederholung des Eingriffs nach jeweils drei bis sechs Monaten ist ratsam, da der Effekt mit der Zeit nachlässt.

Kortikotomie

Die Kortikotomie ist ein operativer Eingriff, der für einige Monate die Zahnbewegungen erleichtert und damit beschleunigt. Der Operateur fräst dazu kleine Rillen in den Kieferknochen. Das kann durch das Zahnfleisch hindurch geschehen, oder dieses wird zunächst abgelöst und am Ende wieder angenäht, selbstverständlich unter Betäubung. Das damit erzeugte Knochentrauma führt zu einem aktiveren Stoffwechsel und damit zu einem schnelleren Knochenumbau.

Gern erklären wir Ihnen in einem persönlichen Gespräch genauer, wie die einzelnen Accelerations-Methoden funktionieren und ob sie für Sie geeignet wären. Vertrauen Sie auf unsere Kompetenz und Erfahrung.