Kieferorthopädie bei Kindern

Eine frühzeitige Behandlung wirkt gravierenderen Fehlstellungen vor

Bereits im Vorschulalter können sich Zähne und Kiefer erkennbar in eine falsche Richtung entwickeln. Mit sanften Methoden sollte in diesem Fall gegengesteuert werden, bevor sich ernsthafte Fehlstellungen und Komplikationen herausbilden und verfestigen.

Es gibt eine Reihe von Hinweisen, an denen Eltern eine – sich anbahnende oder bereits eingetretene – kieferorthopädische Problematik ablesen können.

Im Zweifelsfall empfiehlt sich natürlich immer ein Besuch in unserer Praxis, wo wir die kleinen Patienten behutsam und mit viel Verständnis für kindliche Befindlichkeiten „unter die Lupe“ nehmen.

Zur groben Risikoeinschätzung können Sie folgende Fragen beantworten:

  • Ist der Mund des Kindes häufig geöffnet, auch in Ruhelage, und atmet das Kind dann durch den Mund?
  • Hat das Kind auch nach dem dritten Geburtstag noch ein ausgeprägtes Lutschbedürfnis (Daumen, andere Finger, Stoffzipfel, Kuscheltiere, Kissen etc.) oder kaut es häufig an seinen Fingernägeln?
  • Stehen die Zähne des Kindes sehr eng beieinander, verdreht oder überlappend?
  • Hat das Kind Probleme beim Abbeißen, weil Ober- und Unterkiefer einen großen Abstand aufweisen?
  • Liegen die Frontzähne des Kindes beim Zusammenbeißen nicht aufeinander, sondern lassen eine Lücke, oder setzen sie scherenartig auf?
  • Hat das Kind Probleme beim Schlucken – muss es beispielsweise die Lippen aufeinanderpressen oder zeigt eine auffällige Aktivität der Gesichtsmuskeln?
  • Sind die Ränder der Zunge häufig gerötet und/oder geschwollen?
  • Schnarcht das Kind?
  • Wirkt das Kind häufig unmotiviert und schlapp?
  • Leidet das Kind oft unter Erkältungen, Ohrenentzündungen (häufig mit eingeschränktem Hörvermögen) oder Kopfschmerzen?

Wenn die Antwort auf eine oder mehrere dieser Fragen „Ja“ lautet, empfiehlt sich die Abklärung durch Ihren behandelnden Zahnarzt.

Myobrace / FaceFormer: die sanfte kieferorthopädische Behandlung für Kinder

Da eine Zahnspange die kleinen Patienten (und deren Eltern) in der Regel überfordern würde und vielfach auch noch gar nicht nötig ist, können frühe Fehlentwicklungen mit dem Myobrace / FaceFormer – Trainer korrigiert werden. Die Beißschiene wird nachts durchgehend und tagsüber für wenige Stunden getragen. Sie unterstützt eine gesunde Entwicklung von Kiefer und Zähnen und beugt damit späteren, umfangreicheren Behandlungen vor. Flankierend sind Übungen für eine optimale Atmung, Muskelfunktion und Zungenpositionierung sinnvoll.

Beachten Sie bitte, dass eine Myobrace / FaceFormer – Behandlung nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gehört.