Unsichtbare Zahnkorrektur

Aligner (z.B. Invisalign, Clear Aligner, Clear Correct) und Lingualtechnik wirken weitgehend im Verborgenen

Um eine Kiefer- bzw. Zahnfehlstellung zu beheben, bieten sich meist verschiedene bewährte Therapieformen an. Die gängigsten sind Zahnspangen, die entweder herausgenommen werden können oder auf die Zähne geklebt werden. Ihr Nachteil: Sie sind für die Umwelt gut sichtbar. Den Tragekomfort herausnehmbarer Zahnspangen empfinden zudem viele Patienten als eher gering.

Es gibt jedoch auch ebenso wirksame Alternativen, die nahezu unsichtbar sind:

Aligner –
Invisalign, CA, Clear Correct

Dieses Verfahren arbeitet mit sogenannten Alignern, das sind herausnehmbare Schienen aus transparentem Kunststoff. Sie werden alle 10-14 Tage gewechselt und bewegen die Zähne mit jeder neuen Schiene immer ein Stückchen weiter in die gewünschte Richtung. Je nach Indikation sind 10 bis 50 Aligner nötig, bis das Behandlungsziel erreicht ist. Die Schienen sollten pro Tag mindestens 20-22 Stunden lang getragen werden.

Die größten Vorteile von Alignern liegen in einem vergleichsweise hohen Tragekomfort, gerade zu Beginn der Therapie, in der weitgehend erhaltenen Sprechfähigkeit und eben darin, dass die Aligner kaum zu sehen sind. Außerdem teilt sich das System mit herausnehmbaren Zahnspangen den Pluspunkt, dass sich der Mundraum ohne Einschränkungen reinigen lässt und auf keinerlei Nahrungsmittel verzichtet werden muss. Allerdings eignen sich Aligner nicht für hochgradige Fehlstellungen, da nicht so viel Kraft auf die Zähne ausgeübt werden kann wie mit festsitzenden Brackets. Es gibt daher auch Hybridlösungen: Aligner in Kombination mit festsitzenden durchsichtigen Spezial-Brackets die nur eine Profiltiefe von 1,3mm aufweisen.

Lingualtechnik –
die innenliegende Zahnspange

Festsitzende, mit Draht verbundene Brackets leisten hervorragende kieferorthopädische Dienste, sind jedoch auch optisch sehr auffällig. Zwar gibt es mittlerweile zahnfarbene Varianten (z.B. Damon Clear Brackets), die sehr unauffällig sind, aber von kompletter Unsichtbarkeit sind sie noch ein gutes Stück entfernt.

Wer tatsächlich praktisch unsichtbare Brackets wünscht, ist mit der Lingualtechnik gut bedient. Sie basiert auf der Idee, die Brackets kurzerhand innen auf die Zähne zu kleben. So muss man schon sehr genau hinschauen, um sie von außen zu bemerken. Ihren Therapiezweck erfüllen sie dabei ebenso effektiv wie außenliegende Brackets. Behandlungstechnisch stellen sie allerdings höhere Ansprüche, da weniger Raum zur Verfügung steht. Anfänglich kann es zu einer undeutlicheren Artikulation beim Sprechen kommen, da die Zunge sich nicht mehr wie gewohnt bewegen kann. Mit geeigneten Leseübungen und einigen Tagen Übung kann man sich darauf jedoch gut umstellen und gewöhnen.

Partner